| GITANCOEUR |
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Mit Gitancoeur besinnt sich Harri Stojka seiner
indischen Wurzeln, auch wenn er die Musik unserem Zeitgeist entsprechend
modernisiert hat. Die Texte sind in der bildhaften, poetischen Sprache
ROMANES geschrieben worden. Die Sprache, die wir verwendet haben ist
gleichsam die Urmutter der heute gesprochenen Romdialekte, sowie vieler
anderer Sprachen. Viele Wortstämme und auch ganze Wörter finden wir
z.B. im indischen Sanskrit wieder. Die Lieder reflektieren kleine Geschichten,
wie auch die Musik und die Sprache der Rom auf der ganzen Welt eine
meist nirgend wo schriftlich fixierte Chronik sind, die sie auf all
ihren Wanderungen und Fluchtwegen bei sich getragen haben und tragen.
Auch ohne eigenes Land werden so die eigenen Werte erhalten. Humanistische
Werte wie Glück, Liebe, Freiheit — nicht "haben" sondern "sein". All
dies klingt in der Musik der Rom mit.Die frühe Geschichte der Rom liegt
weitgehend im Dunkeln. Als gesichert gilt die Tatsache, dass sie einst
aus Indien auszogen. Von diesem Zeitpunkt an, gestaltete sich ihr Leben
als nie endende, große Reise. Ihr langer Weg führte durch viele, viele
Länder. Auf dieser großen Reise sammelten sie unzählige Eindrücke aus
den verschiedensten Kulturkreisen.
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| Romanshago preview.... |
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Weitere
CD´s von GITANCOEUR Serie , sie können eine BESTELLUNG tätigen
oder sich HÖRPROBEN runterladen !! |
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Gitancoeur
Unplugged |
Gitancoeur
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Gitancoeur
(Gon Shanel) |
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Die Rom haben teils in Rußland, Balkan und Europa wieder eine neue Heimat
gefunden. Die Traditionells erinnern daran.Für Rom und Sinti war es nie
leicht auf ihren Reisen. Doch mitte des letzten Jahrhunderts wurde das Leid
dieses Volkes unbeschreiblich groß. Auch Harri Stojkas Familie wurde von
der Gestapo in die verschiedenen KZ’s verschleppt. Von daher stammt eine
Textversion des Liedes "Gelem, gelem lungone dromenza (Ich bin weite Wege
gegangen)", welches 1971 als eine Art Hymne auserkoren wurde. Harris Vater,
Mongo Stojka, komponierte und textete kurz nach der Befreiung durch die
Allierten "Dosta Lowe", das mittlerweile weltweit auch schon zu einem Traditionell
der Rom geworden ist. Es gibt Romane Gilas (Lieder der Rom), die speziell
von der Familie Stojka gepflegt wurden.Die Zeit ist nicht stehen geblieben!
Es hat sich musikalisch im Laufe der letzten 50 Jahre auch bei den Rom vieles
geändert — Harri Stojka hat mit seiner Band Gitancoeur eine gleichnamige
CD erarbeitet. " Die CD ist die Verwirklichung eines alten Traumes," sagt
Harri Stojka. " Ich wollte unsere schöne Sprache ROMANES mit moderner Musik
verbinden, um zu zeigen, daß ein ROM zu sein nicht automatisch Tradition,
altmodische Rituale, Lagerfeuer, Pferdewagen, u.s.w. bedeutet. Diese CD
kann als Gegenreaktion auf alte Stereotype und Klischees gesehen werden
und als gesunder Elektroschock, für all jene, die uns mit ihren eigenen
vorgefaßten Vorstellungen über unser Volk, kategorisieren wollen." Rom sind
mit ihren Familien bis nach Südamerika gezogen, deshalb beenden wir das
Programm mit einem Samba! Baro Bijav — eine Hochzeit. |
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Harri Stojka für den international bekannten Jazz - und Rock - Gitarristen
Harri Stojka , der "Meister mit den flinken Fingern" stehen Live-Konzerte
an oberster Stelle seiner künstlerischen Tätigkeit. Er und seine Musiker
übertragen Leichtigkeit und Freude am Spiel und an der Musik auf das
Publikum. Harri Stojka ist ein Musiker, der sich ständig weiterentwickelt
und offen ist für neue Strömungen in der Musik.
Die ursprüngliche Sprache wird bewahrt, aber sie wird ins Verhältnis
zu moderner Popmusik von Dance über Hip-Hop gesetzt. Dieser Ansatz ist
neu und einzigartig, und aus dem vermeintlich unvereinbaren Gegensatz
traditionell/modern wird ein reizvoll aktuelles, heißes Gesamtkunstwerk.
Gitancoeur klingt frisch, unverbraucht, steckt voller ausgezeichneter
Arrangements und ermöglicht uns einen leichten, swingenden, groovenden
Zugang zu einer faszinierenden Welt. Harri Stojka schafft den Rom mit
diesem Album nachdrücklich Gehör, und gerade wir sollten da aufmerksam
sein. Denn es ist noch nicht lange her, daß man hierzulande auf unmenschliche
und brutale Weise mit "den Zigeunern" umzugenpflegte.
Musikproduktion Indigo die CD "Harri Stojka & Gitancoeur" ist in
der Kategorie Jazz / Folk neben Joe Zawinul und Vienna Art Orchester
für den Amadeus Award 2001 nominiert worden! Gemeinsam mit sieben ausgewählten
Musikerinnen rückt er damit seine Sichtweise von der reichhaltigen Kultur
seines Volkes, der Rom, in das Bühnenlicht. In der Praxis handelt es
sich dabei um virtuosen, turbulenten Ethnopop mit Stojka-typischen Jazzrock-Einlagen
und jeder Menge Groove.
Manfred Ergott (Concerto)
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